Ieva Osa wurde in Riga geboren, erhielt ab dem 5. Lebensjahr Klavierunterricht und schloss 1985 das Studium an der Lettischen Musikakademie im Konzertfach Klavier, für Kammermusik und Liedbegleitung mit Auszeichnung ab. Neben ihren Lehrern Valdis Krastinš und Inta Villeruša eröffnet ihr die Arbeit mit dem bedeutenden lettischen Dirigenten Leonids Vigners die Verbindung russischer Musikkultur mit westeuropäischer Tradition. Von 1988 bis 1991 ergänzte sie ihre Ausbildung als Josef-Krainer-Stipendiatin mit Repertoirestudien bei Sebastian Benda an der Kunstuniversität Graz.
Als jüngste Teilnehmerin gewann Ieva Oša 1977 beim Mikolajus Ciurlionis Wettbewerb in Vilnius ein Diplom und den Sonderpreis für die beste Interpretation von Ciurlionis Werken. Weitere Preise in der ehemaligen Sowjetunion folgen. 1987 wurde sie Preisträgerin beim I. Internationalen Wettbewerb „Franz Schubert und die Musik des 20. Jahrhunderts“ in Graz. Seit 1991 ist Ieva Oša an der Kunstuniversität Graz in den Klassen für Bratsche, Flöte und Oboe als Korrepetitorin tätig. 2006 schrieb sie ihre Magisterarbeit mit dem Titel „Kammermusik in Wien an der Schwelle zur Moderne“. Sie hält Meisterkurse für Kammermusik und Liedbegleitung an der Lettischen Musikakademie in Riga.
Als Solistin spielt sie im lettischen Rundfunk und Fernsehen und tritt in Konzerten unter anderem mit den Riga Chamber Players und dem Lettischen Nationalen Symphonischen Orchester auf. Ihre besondere Liebe gehört aber der Kammermusik. Ieva Oša ist regelmäßiger Gast beim Autumn Chamber Music Festival in Riga. Zu ihren musikalischen Partnern zählen u. a. Rudolf Leopold, Matthias Maurer, Robert Nagy und die Solisten des Lettischen Nationalen Symphonischen Orchesters. Ieva Oša ist langjährige Duopartnerin der Flötisten Dieter Flury.
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